VishnuDevanandaYoga


Wer an Yoga denkt, erinnert sich meist an seltsame Körperübungen, die verdächtig nach schmerzhaften Verrenkungen aussehen. Doch eigentlich ist Yoga eine Art Philosophie, die sowohl geistige als auch körperliche Übungen beinhaltet. VishnuDevanandaYoga ist eine von vielen Yoga Schulen, die die klassischen Lehren weitergibt, allerdings auch durch ihren Lehrer Swami Vishnu-Devananda geprägt ist. Vishnu-Devananda ist im Jahre 1927 als Sohn eines Gutsbesitzers in Kerala auf die Welt gekommen. Nach seiner Armeezeit erfuhr durch Zufall von den Lehren Sivanandas und suchte diesen Guru auf, dem er 10 Jahre als Schüler diente. Sivananda machte Vishnu-Devananda zum ersten Professor für ‚Hatha-Yoga’. Anschließend, im Jahre 1957, schickte sein Meister Vishnu-Devananda in den Westen, um dort das VishnuDevanandaYoga bekannter zu machen und neue Anhänger zu finden. Er begann in Kanada noch im selben Jahr die die internationale Sivananda Yoga Vedanta Organisation zu gründen, die sich dann über den ganzen Kontinent ausbreitete und neue Anhänger gewann. Vishnu-Devananda hat sich Zeit seines Lebens immer dem Frieden in der Welt verpflichtet gefühlt und ihn überall und zu jederzeit propagiert.

Laut der Lehre von Vishnu-Devananda kann es keinen äußeren Frieden geben, solange innerlich kein Frieden herrscht. Darum bildete er Yogalehrer nach der VishnuDevanandaYoga Lehre aus, die dann ein Netz von Yogalehrern für die ganze Welt ausbildeten. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts machte Vishnu-Devananda immer wieder Schlagzeilen in der Presse, weil er in die Konfliktländer flog, um auf diese Weise für den Weltfrieden und das Verständnis aller Kulturen untereinander zu werben. In Deutschland erweckte er 1983 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, als er mit einem Drachenflieger von West nach Ost über die Berliner Mauer flog und anschließend noch einen Feuerlauf für den Frieden direkt an der Mauer organisierte. Als 1989 die Mauer in Deutschland fiel, flog Vishnu-Devananda direkt zu einer Friedensfeier und dankte Egon Krenz für die Wahrung des Friedens. 1993 starb Vishnu-Devananda während einer Pilgerreise für den Frieden der Welt nach Mangalore. Vishnu-Devananda ist einer der bekanntesten Yoga Lehrer, da er im Auftrag seines eigenen Meisterns im Westen sehr viele neue Yoga Lehrer ausgebildet hat, die wiederum die VishnuDevanandaYoga immer weiter verbreiteten. Dabei machte ihn vor allem sein konsequenter Einsatz für den Weltfrieden noch bekannter, was ihm weitere Schüler zuführte.

Die VishnuDevanandaYoga Lehre gilt als Möglichkeit, die Seele, den Geist und den Körper ganzheitlich in Einklang zu bringen und so spirituell zu reifen. In den westlichen Yoga Schulen wird Asanas, die Phasen der Tiefenentspannungen sowohl mit Meditation wie auch mit Atemübungen kombiniert. Da Vishnu-Devananda sowohl ein Hotha Meister wie auch ein Raja Meister war, bediente er sich immer der klassischen Elemente des Yoga, um seine Schüler anzuleiten. Er griff dabei auf alle Yogalehren zurück und betonte immer wieder das ganzheitliche Element in seiner Yogalehre, die er zusammen mit seinem Meister Sivananda entwickelt hatte. Das moderne Yoga wendet sich entweder mehr der Meditation oder den körperlichen Übungen zu, je nachdem, welche Schwerpunkte man setzt. Doch die VishnuDevanandaYoga Lehre betont seit Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, dass gerade die ganzheitliche Ausrichtung im Yoga wichtig ist. Es sollten immer Geist, Seele und Körper geschult werden statt nur einer von dreien. Das mag zwar für die Yoga Schüler schwerer zu sein, doch letztendlich ist und bleibt Yoga eine Philosophie, der man nicht gerecht wird, wenn man nur einen Teil der Lehre verwenden will. Die VishnuDevanandaYoga Lehre lehrt das ganzheitliche Yogasystem.


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